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Kath. Pfarrkirche

Die Kirche in Brunn 

Bei der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Brunn handelt es sich um eine Filiale der Pfarrei zu Frauenberg.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde diese Kirche bereits im Jahre 1280, als sie damals an das Kloster in Pielenhofen verkauft wurde.

Leider existieren aus dieser Zeit nur sehr wenige Aufzeichnungen, die Aufschluß über die Geschichte der Kirche geben können. Es sind lediglich Belege aus den Jahren 1611 bis 1839 erhalten, die Auskunft über verschiedene Neuanschaffungen für die Kirche geben.

Etwa um 1845 wurde die Kirche erweitert, eine Sakristei wurde hinzugefügt und der abgebrochene Turm wiederhergestellt. Bei dieser Baumaßnahme erhielt die Kirche ihre heutige Form mit romanischen Langhausmauern, wenig eingezogenem Chor mit halbrundem Schluß, flach gedeckt gleich dem Langhaus. Zwei bereits vorhandene Glocken, von denen eine im Jahre 1552 hergestellt wurde, die andere wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt, wurden weiterverwendet. 1861 wurde ein Kreuzweg errichtet, 1927/28 erfolgte eine umfangreiche Instandsetzung der Kirche.

Auch in jüngerer Zeit waren etliche Maßnahmen zur Erhaltung und Modernisierung des Kirchengebäudes erforderlich.

1978 wurde der Glockenturm mit einem elektrischen Schlagsteuerwerk zur Steuerung des ¼- und Stundenschlagwerkes ausgerüstet.

Im Jahre 1981 wurde die Erneuerung der Treppen und der gesamten Elektroanlage durchgeführt.

1982/83 wurde eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme fällig, bei der u. a. das durch Feuchtigkeitseinwirkung beschädigte Mauerwerk innen und außen, der Fußboden und sämtliche Bänke erneuert wurden. Zusätzlich wurde eine der beiden Glocken erneuert, da die alte Glocke aus dem Jahre 1552 gesprungen und dadurch unbrauchbar geworden war.

Abschließend sei noch auf alte religiöse Bräuche hingewiesen, die über etliche Generationen hinweg erhalten blieben und heute noch gepflegt werden:

Viehsegnung:

Am St. Wendelinstag werden ein Amt und eine Predigt gehalten, anschließend erfolgt eine Prozession durch den Ort auf eine Wiese zur Segnung des Viehs. Dieser Brauch soll Krankheiten und sonstiges Ungemach vom Vieh fernhalten.

Ein weiterer bis in die heutige Zeit erhaltener Brauch ist die Wallfahrt zum hl. Pankratius nach Gimpertshausen, die alljährlich am 12. Mai von drei Brunner Bürgern durchgeführt wird und die Unwetter und Hagelschäden verhindern soll.


undefinedFrauenberg - Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt

Eine Kirche wurde erstmals 1333 urkundlich erwähnt. Die heutige Pfarrkirche wurde 1953/54 errichtet und ist im Gegensatz zur Vorgängerin von Süden nach Norden ausgerichtet. Von der alten Kirche blieben der aus dem 14./15. Jahrhundert stammende Chor und der Turm erhalten.

Das Äußere beherrscht der mächtige Giebel der Südwand, neben dem sich der dreigeschossige Turm mit achteckigem Obergeschoss und einer Zwiebelhaube von 1789 erhebt. Gegenüber schließt sich der mittelalterliche Chor an.

Im Inneren überrascht ein großer Saalbau mit flacher Decke, abgesetzter Hohlkehle und ein querrechteckiger Altarraum. Der rückwärtige Teil wird durch die Empore und dem alten Chor eingenommen. Auf der Ostseite öffnen sich zwei Rundbögen in einen Kapellenraum.

undefinedÜber der geschweiften Mensa des Hochaltars (um 1750/60) erhebt sich ein Aufbau mit vier Säulen. Die rückwärtigen Säulen flankieren das spätmittelalterliche Gnadenbild aus der Zeit um 1500, eine Muttergottes mit Kind, zu ihren Füßen eine Mondsichel. Ein geschweifter Auszug trägt unter einem Baldachin das Herzen Jesu im Strahlenkranz, umgeben von geflügelten Engelsköpfen und Wolken.

Die beiden Seitenaltäre aus dem mittleren 18. Jahrhundert stammen aus der abgebrochenen Pfarrkirche in Pielenhofen.

Linker Seitenaltar: Die heilige Familie, im Auszug die hl. Anna, die Maria unterrichtet.

Rechter Seitenaltar: Der hl. Antonius von Padua, im Auszug der hl. Georg.

undefinedAuf dem quastenbehängten Schalldeckel des fünfseitigen Corpus der Kanzel (um 1760) steht Christus als guter Hirte, dessen heftig bewegtes Gewand Fledermausflügeln gleicht.

Figuren:

- der pfeildurchbohrte hl. Sebastian
- der Erzengel Michael als Seelenwäger
- die trauernde Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß
- Maria mit dem Kind (um 1480)
- etliche geflügelte Engelsköpfe

Der Kreuzweg von 1932 besteht aus ovalen, von Bandelwerkschnitzereien besetzten Rahmen mit fast vollplastischen Darstellungen der Leidensstationen Christi.

Gemäldepaare an der Emporenbrüstung (aus dem 18. Jahrh.):

- die Verspottung Christi
- die trauernde Maria
- dazwischen die Rundbilder der Verkündigung an Maria

In der Seitenkapelle wird ein Altarbild der 2. Hälfte des 19. Jahrh. mit der Unbefleckten Empfängnis aufbewahrt.

Der gotische Chor dient als Taufkapelle.


undefinedKapelle Münchsried

Die Ortschaft Münchsried gehört politisch zur Gemeinde Brunn, kirchlich aber zur Pfarrei Pielenhofen seit alters her.

Die alte Kapelle

Mitte des 19. Jahrhunderts bestand Münchsried aus nur einem Anwesen, dem Münchsrieder Hof. Der Besitzer Johann Mayer erbaute um 1860 aus Dankbarkeit für seinen vom Krieg heimgekehrten Sohn eine Kapelle.

1974 musste die noch in Privatbesitz befindliche Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

undefinedDie neue Kapelle

19 Jahre später kam der Wunsch auf, eine neue Kapelle am gleichen Ort zu errichten. Nach den Plänen des Architekten Hoppstock aus Regensburg entstand eine moderne Kapelle in Form eines Dreieckes ("Das Auge Gottes"), die sich harmonisch in das Landschaftsbild einpasst. Die Finanzierung erfolgte durch Einnahmen bei Dorffesten, Privat-, Firmenspenden und Zuschüsse der Gemeinde und Diözese.

- 05.11.1993 Gründung des Kapellenbauvereins Münchsried-Konstein
- 06.06.1999 Einweihung zur "Heiligen Dreifaltigkeit" durch Pfarrer König im Auftrag des Bischofs
- 19.08.2001 Glockenweihe